Was verteidigen wir

 

Der Golf von Valencia, die Baleareninseln und die Levante-Küste sind Gebiete von großem ökologischem Interesse und deshalb auch ökonomisch von Aktivitäten abhängig, die eine intakte Natur erfordern. Dazu gehören die Fischerei und der Qualitätstourismus.

Allein der Tourismus trägt 43% zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Balearen bei (laut neuester Daten der Exceltour, 2009), generiert er 30% der Arbeitsbeschäftigung und 39% der Steuereinnahmen. Die professionelle Fischerei steuert 0,25% zum BIP bei und schafft direkte Arbeitsplätze für 672 Personen.

Unter den Zonen von besonderem Interesse, die durch dieses Projekt gefährdet sind, befinden sich:

  • die Salinen von Ibiza und Formentera, ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung und deklariert als Naturpark, das Ramsar Gebiet, Region mit Bedeutung für das Gemeinwohl (LIC) und spezielle Schutzzone für Seevögel (ZEPA).
  • Das Naturschutzgebiet von Es Vedrà, Vedranell und els Illots de Ponent vor der Küste Ibizas: Zone von besonderem Umweltinteresse (ANEI), ZEPA und LIC, welche die besten Brutkolonien für Seevögel im westlichen Mittelmeer beherbergen.
  • Alle Küstengebiete von Ibiza und Formentera, die unter Schutz stehen, inklusive Natura 2000.
  • das Naturschutzgebiet der Inseln ses Columbretes.
  • Die Salzseen von Valencia, ein Naturschutzgebiet, das von der valenzianischen Landesregierung als Naturpark ausgewiesen wurde, Seevogelschutzgebiet (ZEPA), Region mit Bedeutung für das Gemeinwohl (LIC), eingeschlossen in die Liste der Feuchtgebiete mit internationaler Bedeutung in der Vereinbarung Ramsar und mit geschützten Lebensräumen und Spezies, die durch die Flora-Fauna-Habitat EG-Richtlinie (92/43/CEE) geschützt sind.
Die Salinen von Ibiza, © <a href="http://www.ibiza-spotlight.com/">Cat Milton</a>

Die Salinen von Ibiza, © Cat Milton

Zudem muss angemerkt werden, dass die Altstadt Ibizas sowie die Meeresgründe zwischen Ibiza und Formentera von der UNESCO als Weltkultur- und Weltnaturerbe geführt werden.

Weitere gefährdete Zonen wären das Gebiet der Walwanderung, das vor den Küsten von Katalonien, der Autonomieregion Valencia und den Balearen liegt; sowie das für Seevögel wichtige BrutGebiet, die Uferzone des Kap de la Nao. Letztere ist als zukünftige Seevögel-Schutzzone (ZEPA) vorgesehen.

Von besonderer Bedeutung wären auch die Auswirkungen auf den Thunfischbestand, da die balearischen Gewässer als Sanktuarium für den roten Thunfisch angesehen werden.

Die Exploration und Förderung fossiler Brennstoffe sind angesichts des erhöhten Risikos von Ölaustritten, Bränden und einer kontinuierlichen Verschmutzung nicht akzeptabel. Neben diesen offensichtlichen Umweltschäden wären zudem wirtschaftlich bedeutsame Branchen wie der Tourismus und die Fischerei im Falle eines unvorhergesehenen Ölaustritts und durch die kontinuierliche Verschmutzung stark betroffen. Die Lärmbelastung durch seismische Vermessungen gefährdet die Meeresfauna und die Seevögel.

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